Praxis-Depesche 3/2005

Ungewöhnliche Pyelonephritis und Urosepsis

Ein 82-jähriger Mann, der an chronischer lymphatischer Leukämie und Diabetes litt, wurde bewusstlos in die Klinik eingeliefert. Ein verhärteter Unterbauch und erhöhte Leukozyten wiesen auf eine Entzündung hin, dazu kamen abnorme Nierenwerte und Zeichen einer beginnenden intravasalen Koagulation. Das CT sprach für eine massive Pyelonephritis der linken Niere. Die Eiteransammlung wurde mit einem Katheter über den linken Harnleiter drainiert. In Ausstrichen waren mikroskopisch Paare grampositiver Kokken sichtbar, weshalb mit Clindamycin und Penicillin behandelt wurde. Streptococcus pneumoniae wurde schließlich auch mit einer DNA-Analyse der isolierten Bakterien bestätigt, obwohl bei diesem Patienten keinerlei Infektionsanzeichen im klassischen Eintrittsbereich für diesen Keim, der Lunge, gefunden worden waren. (MF)

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